Ein Haufen Blödsinn

Der Mai macht high! Zumindest alles, was Grün trägt.
Damit meine ich nicht so sehr Pulloverträgerinnen, sondern eher die Blatt-Träger.
Alles, was irgendwie nach Pflanze aussieht, katapultiert sich aus dem Boden, schießt in die Höhe und breitet sich aus so weit wie möglich.
Der Bommerlunder blüht, und der kleine Feigling treibt kräftige Triebe aus.
Nebenan hockt mein Nachbar, der alte Jägermeister, im Gebüsch, um angezogen auf Nacktschnecken zu schießen.
Aperol heute noch welche erlegen wird?
Nun ja, das Handwerk des Waidmanns ist nicht so sehr meins.

Ich vertiefe mich lieber in die Geschichte von Covid und Goliath. Wer sie nicht kennt: Goliath ist ein mächtiger und überall gefürchteter Krieger, so eine Art Rambo 2.0, der gegen den kleinen Covid antreten soll. Der macht dann dank seiner Virenschleuder ratfatz kurzen Prozess mit der muskelbepackten Dumpfbacke.

Unterschätzt die Kleinen nicht!

Ach, und wer es noch nicht gewusst hat: Die heilige Corona ist die Patronin des Geldes, der Fleischer und Schatzgräber.
Jetzt wundert mich nichts mehr. Geld – Fleischer und Schatzgräber. Alles klar!

Mein Nachbar, der Herr Martin, ist inzwischen aus dem Gebüsch gekrochen und hat die Flinte an die Hollywoodschaukel gelehnt.
„Na, Remy,“ rufe ich, „was erlegt?“
„Verdammte Schnecken,“ schimpft er, „dagegen kommt man kaum an. Das sind  Zustände wie in Soltau und Gomorrha.“
„Aalborg hat seine Zeit,“ sage ich, „kein Aalborg hat seine Zeit .
Remy kratzt sich am Kopf: „Ich finde, es fühlt sich an wie kurz vor der Absinth-Flut.“

Was soll ich darauf noch sagen?
Prost!

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