Das Ende der Vernunft

Ich hatte mir vorgenommen, kein Wort mehr über Corona zu verlieren.
In den asozialen Medien wird jede Entscheidung begeifert und vernichtend kommentiert, weil dort das Klugerscheißertum zu Hause ist und es alle ohnehin besser wissen. Das ist so ermüdend. Diese Blase der schlechtgelaunten Überheblichkeit! Nein danke, brauche ich nicht, lese ich nicht, interessiert mich nicht.

Wir leben nun seit mehr als einem Jahr in der Pandemie, mit allem Drum und Dran. Eines zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die ganze Zeit: das Ende der Vernunft. Damit meine ich nicht die miltant senilen Omas oder die Bewegung der Querquatscher, die sich für keinen Blödsinn zu schade ist.
Es geht mir um etwas anderes: um das Verhältnis von Politik und Wissenschaft. Die Virologen und Virologinnen bringen die Politriege ständig auf den neuesten Stand; sie präsentieren Fakten und unsentimentale Hochrechnungen, was geschieht, wenn man diese Entscheidung trifft oder jene unterlässt. Unsere Politiker und Politikerinnen nicken verständnisvoll, sagen „aha“, „jaja“ und scheren sich danach keinen Deut mehr um das wissenschaftliche Wissen.
So grüßt uns nun täglich das Murmeltier, weil sich in schöner Regelmäßigkeit die Fehler wiederholen.

Was ist da los?
Wir erleben einen beispiellosen Bedeutungsverlust von Wissenschaft . Fakten werden durch Wunschvorstellungen ersetzt, nicht nur in der Pandemie, sondern auch in der „Bewältigung“ der ökologischen Fragen. Die Politik hat sich abgekoppelt von der Rationalität und veralbert uns mit Phrasen, Platitüden und hohlen Sprüchen.

Es könnte zum Lachen sein. Aber das ist es nicht!
Wegen dieser Haltung  sterben Menschen. Ignoranz ist tödlich!
Wegen dieser Haltung werden den nachfolgenden Generationen Lasten aufgebürdet, die sie kaum tragen können. Es ist gut, dass das Bundesverfassungsgericht mit seinem Klima-Urteil dem nun einen Riegel vorgeschoben hat. Aber die Altmeiers und Scheuers dieser Republik plappern munter weiter und denken nicht im Traum daran, sich zu ändern.

Zeit für einen Wechsel!
Zeit, dass die jüngeren Generationen aufstehen und sagen: „So nicht mehr!“
Zeit, all die ausgebrannten, zynischen Politprofis in den Ruhestand zu schicken und die Zukunft dieses Landes jenen anzuvertrauen, die noch für etwas brennen und sich für mehr intererssieren als ihre Diäten.

Zeit für Vernunft und Leidenschaft!

Wolfgang Blaffert

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