Was online alles möglich ist! Theatertreffen sprengt die Grenzen.

Huiii, und schon ist es wieder vorbei!
Das 39. Theatertreffen trotzte Corona und lieferte eine digitale Performance ab, wie ich sie noch nicht erlebt habe.
Zwei Tage Feuerwerk, ab 12.00 Uhr, zwei Tage Feierwerk bis tief in die Nacht (01.00 Uhr und länger). Ich habe insgesamt 26 Stunden vor dem Laptop zugebracht, ohne Nebenwirkungen, Augenflimmern oder Kopfschmerzen. Die Zeit verging wie im Fluge.

In diesem TT-digital war ganz viel echtes TT. Der Funken sprang rasend schnell über. Dreiundfünfzig Theaterverrückte waren dabei, und niemand ist abgesprungen! Wow!

In meinem Reisesegen habe ich gesagt, das TT ist ein Gegenentwurf zu den schlimmen Dingen, die in der Welt geschehen (gerade war das Capitol in den USA gestürmt worden, angestachelt von Schandpräsident Trump).
Wir haben dem Coronavirus gezeigt, dass es keine Chance hat gegen das TT-Virus, dessen Infektionssymptome Mut, Phantasie, Gemeinschaft, Freude und Neugier sind, Vertrauen, Liebe, Akzeptanz, Spaß.

All das werden wir brauchen für die kommenden Monate und nicht nur dafür.
Danke an alle, die dabei waren. Und allen anderen wünsche ich: lasst euch anstecken vom TT-V!
Wolfgang Blaffert

Silvester – na und?

Pünktlich um 24.00 Uhr jagen Unmengen von Raketen in den Nachthimmel und zerreißen die Dunkelheit. Böller explodieren an vielen Plätzen. Krach überall.
Aber nicht an diesem Silvester.
Der Lärm fällt aus, die besoffene Fröhlichkeit vermutlich auch. Damit geht für mich ein Wunsch in Erfüllung.
Ich habe mich oft gefragt, ob es dem neuen Jahr nicht besser täte, wenn wir es still begrüßten? Wenn wir stumm in die dunkle Nacht sähen, nachdenklich und nicht so besinnungslos froh.  
Vielleicht wird 2021 dankbar dafür sein, dass es nicht mit Lärm und Gegröhle empfangen wird.
Vielleicht nimmt es einen anderen Weg als die vielen, vielen Jahre vor ihm.
Zwischen Silvester zu Neujahr liegt nur eine Nacht. Alle Geschichten gehen weiter, die geraden wie die krummen. Auf uns wartet keine unbeschriebene Zeit, jedenfalls nicht dort. Silvester – na und?

Die neue Zeit hat längst begonnen. Wer sie am 31. Dezember willkommen heißen will, hat sie verpasst. Nicht ohne Grund beginnt das Kirchenjahr einen Monat früher, am 1. Advent. Allmählich sickert das Göttliche ein in diese Welt. Es gibt Anzeichen, die sich mehren, Geschichten, die darauf hindeuten, dass etwas Unvergleichliches geschieht.
Gott steht nicht mehr außerhalb, unverwundbar und ewig. Er wird verletzbar und schutzbedürftig. Er stellt alle unsere Maßstäbe auf den Kopf.

Von nun an muss niemand mehr Gott in der Höhe suchen,  in eisigen Sphären. Gott ist erreichbar geworden, nicht einfach einer von uns, sondern einer, der uns zeigt, wer wir sein könnten.
Das Göttliche hat sich klein gemacht, damit wir groß werden.

Ein neues Jahr – und ein Versprechen, das Gott längst eingelöst hat. Nun liegt es nur noch an uns!

 „Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11 denn euch ist heute der Befreier geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“   (Lukas 2,10b-11)

Wolfgang Blaffert

O du fröhliche

O du fröhliche
O du selige
Gnadenbringende Weihnachtszeit
Last uns nicht verzagen
Trotz der Lockdowntage
Glaubt und hoffet
Setzt auf Liebe
Schenkt euch Licht

(Michael Benko Benkowitz, frei nach O Du fröhliche, getextet und neu aufgenommen für die Adventsaktion der Evangelische Jugend in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers 2020 )

Weihnachten. Lichterfest. „Und als sie den Stern sahen, waren sie außer sich vor Freude.“ Die Sterndeuter, die drei Weisen oder auch Könige folgen dem Licht. Sie lassen sich nicht beirren von den dunklen Mächten. Sie folgen dem Licht am Himmel und seiner Verheißung. Sie kommen an und finden etwas anderes, als sie erwartet haben. Ein Kind. Klein, arm, verletzlich, und dadurch wirkmächtig weit über die Zeit damals hinaus. Ein Wunder.

Grund für uns, alles zu schmücken  – vor allem mit vielen Lichtern. Jedes einzelne leuchtet gegen alles Dunkle an, dass es in dieser Welt um uns herum und auch in uns gibt. Jedes Licht erzeugt ein Strahlen, dass zu uns durchdringen will, damit wir wieder strahlen, Hoffnung haben und verbreiten – wie ein Licht.  Gerade weil wir auf Lichtverschmutzung achten, ist es wichtig, dieses Leuchten nicht aufzugeben, sondern von dem Strahlen der Hoffnung zu erzählen mit dieser alten schönen Geschichte vom Kind in der Krippe.

In den nächsten Tagen nehme ich Kerzen und Sterne mit auf meine Wege und verschenke sie an andere Menschen: Schenkt euch Licht.

„Ich bin das Licht der Welt“ sagt Jesus später. Jesus, Menschensohn. Einer der das Leid, die Armut, die Flucht, die Gewalt kannte und trotzdem nicht verzagte. Der nachdachte und handelte, in dem er Menschen beschenkte mit Hoffnung und Zuversicht. Das können wir auch tun!

Trotzt den Lockdowntagen – so könnte diese Zeile auch lauten.  Lasst euch nicht beirren, wir haben Grund, fröhlich zu sein trotz allem. Freude, Liebe, Hoffnung, Barmherzigkeit und Glaube – sie gehören zu den unbezahlbaren Dingen, die mehr werden, wenn wir sie teilen, gerade in schwierigen Zeiten

O Du fröhliche Evangelische Jugend – Ihr seid das Licht wer Welt.

Frohe, gesegnete Weihnachten wünschen wir allen!

Cornelia Dassler
Landesjugendpastorin

Krippenspiele in Coronazeiten

Unglaublich, wie viele tolle Ideen es gibt, um auch in Zeiten der Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln Krippenspiele zu ermöglichen! Als Video, Stationenweg oder großes Lagerfeuer, open air, als Hörspiel, Liveübertragung, inklusiv oder bei Instagram. Das Presse-Team der hannoverschen Landeskirche stellt gerade eine Übersicht zusammen, was wo läuft. Ist Euer Angebot schon dabei?

Krippenspiele in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers